Der Geist weht, wo er will!


Termine und Öffnungszeiten des Museums

  • Geöffnet an Sonn- und Feiertagen zwischen Ostersonntag und dem zweiten Sonntag im Oktober.
  • Öffnungszeiten von 14 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung mit Hermann Lutz, Telefon 06725-46 35, Werner Schön, 06725-36 11 oder Bernhard Trapp, E-Mail trapp.bernhard@gmx.de.
  • Anfragen, weitere Informationen und Postanschrift: Touristinfo in der Rathausscheune, Marktplatz 1, 55435 Gau-Algesheim, Telefon 06725-99 21 43.

6. Februar 2017, 19.30 Uhr

  • Gemeinsame Mitgliederversammlung von Träger- und Förderverein in der Rathausscheune

22. März 2017, 18.00 Uhr

  • Eröffnung der Ausstellung "Das Fahrrad - 200 Jahre Handwerk auf zwei Rädern" in der Galerie Handwerk, Rizzastraße 24-26, 56068 Koblenz mit zahlreichen Exponaten aus dem Rheinhessischen Fahrradmuseum

VIDEO und Bericht der Rhein Zeitung von der Koblenzer Ausstellung 

FOTO-Galerie der HWK-Ausstellung

Vortrag von Prof. Dr. Rösch


28. März 2017, 19.00 Uhr

  • 2017 - das Fahrrad wird 200 Jahre alt. Zur Geschichte des Fahrrads und des Radsports in Mainz und Rheinhessen Vortrag von Prof. Dr. Heinz-Egon Rösch, Rheinhessisches Fahrradmuseum Gau-Algesheim im Haus am Dom  

16. April 2017, 11.15 Uhr

  • Feierstunde zur Eröffnung der 16. Ausstellungs-Saison im Rheinhessischen Fahrradmuseum mit der Weltmeisterin Lisa Hattemer

30. April 2017

  • Erlebnistag "Rauf aufs Rad" der Landesschau Rheinland-Pfalz mit Holger Wienpahl; Teilnehmer: Gewinner eines SWR-Wettbewerbs. Die SWR-Landesschau zeigt einen Clip am 2. Mai 2017.

17. Mai 2017

SWR 1 - Reporter Steffen Sturn im Rheinhessischen Fahrradmuseum

SWR 1 - Reportage in Text und Bildern

12. Juni 2017, 19.00 Uhr        in Bad Sobernheim

Die Veröffentlichungen von Prof. Hans-Erhard Lessing, die Dokumentation im Rheinhessischen Fahrradmuseum und der Beitrag von Norbert Diehl in der Bad Sobernheimer Stadtgeschichte haben in Bad Sobernheim das Interesse an Anton Burg geweckt.

16. Juni 2017

Besuch aus Ruanda (Fotos: Friedel Jouaux)

Ausstellung der HWK Wiesbaden

Mit Exponaten aus unserem Museum

Vernissage zur HWK-Ausstellung

4. Juli 2017, 18.30 Uhr 

  • Interessenten an der Vernissage melden sich bitte beim Museumsleiter Emil Busch an.

3. Juli 2017

Stadtradl-Botschafter zu Besuch in Gau-Algesheim: „Fahrradfahren im Alltag“ ist eines seiner Hauptziele des Stadtradl-Botschafters Rainer Fumpfei. Für dieses Ziel legt der Berliner Feuerwehrmann tausende Kilometer mit seinem fast 60 Kilogramm schweren Stadtradl-Mobil zurück.

Grillfest der Museumsfreunde

12. Juli 2017, 18:00 Uhr im Weingut Lich, Laurenziberg 6, 55435 Gau-Algesheim

21. August 2017 

  • Start des Stadtradelns in der Verbandsgemeinde Gau-Algesheim (bis 10. September 2017)
  • Aktuelles 2017

Start in die 16. Ausstellungs-Saison des Rheinhessischen Fahrradmuseums am 16. April 2017

Fotos: Friedel Jouaux
bitte anklicken!
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Allgemeine Zeitung (Bingen-Ingelheim), 21. Juli 2017

200 Jahre Fahrrad: Gau-Algesheimer Museum zeigt eine Sonderschau

Von Klaus Rein

GAU-ALGESHEIM - Sonntags, 14 Uhr. Das Rheinhessische Fahrradmuseum ist beliebter Treff für Radler – nicht nur zu Beginn der Ferienzeit. Ob für Solisten, Familie oder Freundeskreis, das Museum in Schloss Ardeck zieht Pedaleure magisch an. Der aktuelle Anlass: die Sonderausstellung zum Thema „200 Jahre Fahrrad“. An Sonn- und Feiertagen bietet das Museumsteam um den Vorsitzenden Emil Busch, der Förderkreis unter Hermann Lutz und die treuen Helfer umfassende Informationen über die Rad-Geschichte – von der Erfindung des Laufrads bis hin zu den neuesten Kreationen mit Elektro-Unterstützung für die Pedaleure. Busch und Lutz rechnen für die Zeitspanne bis zum Gau-Algesheimer Weinfest mit mindestens 1500 Besuchern. „Eine Zahl, die so manches Heimatmuseum nicht erreicht“, meint Emil Busch.

Das Museum profitiert nicht nur von der Anziehungskraft der Radgeschichte seit Freiherr von Drais, sondern auch vom Anstieg der Zahl touristischer Weinstadt-Besucher. Das Rheinhessische Fahrradmuseum ist für Gau-Algesheimer Gäste ein „Alleinstellungsmerkmal“, das die Stadt von vielen Gemeinden unterscheidet. Der eigentliche Knüller: Besucher dürfen unter den Augen der Museumsbesatzung einige der Exponate auf dem Platz um das Schloss erproben. „Interaktiver Besuch“, merkt Hermann Lutz an.

Busch und Lutz sind derzeit häufig unterwegs. So unterstützen die Drahtesel-Fachleute Vorträge und Ausstellungen zum Fahrrad-Jubliäum, so wie derzeit im Wiesbadener Frauenmuseum.

Lutz und Busch gelten als Experten in Sachen Fahrrad-Historie. Im Jahr 1817, also kurz nach der Gründung Rheinhessens, wird in Mannheim das erste Laufrad nach den Angaben des Freiherrn gebaut. Gut vierzig Jahre später bewegt sich in Paris erstmals ein Radler mittels Pedalantrieb. Busch: „Die Muskelkraft wirkte 1861 noch direkt auf das Vorderrad – ohne eine Kette.“ Gerade mal neun Jahre später rollt in England das erste Hochrad – und 1885 läuft mit dem „Rover 2“ die Premiere eines Niederrads, nach dessen Prinzip bis heute gebaut wird. Alle gängigen Modelle der Fahrrad-Geschichte sind als Originale oder Nachbauten im Gau-Algesheimer Museum zu besichtigen. Anfangs firmierten die Geräte als „Zweiräder“, bis sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts als „Fahrräder“ tituliert wurden.

Hermann Lutz macht im Gespräch mit dieser Zeitung deutlich, dass die komplette Radel-Palette vom Wanderfahrrad bis zur kostbaren Rennmaschine gezeigt wird. In fünf Abteilungen haben die Museumsmacher um ihren Nestor Prof. Egon Rösch wertvolle Exponate zusammengetragen: Alltagsgefährte, historische Räder von 1817 bis 1900, Drahtesel des 20. Jahrhunderts. Besonders informativ ist die dem Sport gewidmete Abteilung. Zu sehen ist unter anderem eine gerade mal fünf Kilo wiegende Zeitfahrmaschine der deutschen Nationalmannschaft. Filme behandeln Sportarten wie Radball oder Kunstradfahren. Original-Trikots der Tour de France oder von Profis weggeworfene Trinkflaschen – vor allem aber Aufzeichungen zweier Auftritte der amtierenden Kunstrad-Weltmeisterin Lisa Hattemer – sind Highlights der Angebote des Museums.

Das Museumsteam beschränkt seine Arbeit allerdings nicht auf die Darstellung der Fahrradgeschichte. Hermann Lutz: „Das Fahrrad ist weit mehr als nur Sport- oder Freizeitgerät. Es dient der Gesundheit und der Schonung der Umwelt.“ Letztlich steht das Fahrrad als „nachhaltiges Verkehrsmittel“ im Mittelpunkt der Überlegungen aller Helfer. Eng ist die Zusammenarbeit mit den Fahrrad-Beauftragten der Stadt Ingelheim und der Verbandsgemeinde Gau-Algesheim.

Nach Auffassung von Wissenschaftlern zählt das Fahrrad zu den wichtigsten Erfindungen der Geschichte. „Es hat vielen Bürgern Freiheit, Mobilität und Wohlstand gebracht“, bilanziert Lutz. Rund 70 Millionen Fahrräder weist die Statistik heute für Deutschland aus – im Eigentum von 40 Millionen Menschen. Das Helferteam des Museums konnte daran auf lokaler Ebene fleißig mitschrauben. In mehr als 1200 Arbeitsstunden haben die einheimischen Radfans seit September 2015 allein 250 Räder für Geflüchtete hergerichtet. Auch für diese ein willkommenes Stück Mobilität und Freiheit...

Bild mit Hermann Lutz von Thomas Schmidt

Erlebnistag der Landesschau Rheinland-Pfalz am 30. April 2017 im Fahrradmuseum Gau-Algesheim

Darauf können sich die 20 Gewinner des SWR-Wettbewerbs freuen:

  • Als Gast des rheinhessischen Fahrradmuseums erhalten Sie fundierte Einblicke in die Geschichte des Zweirads. Besondere Exponate und Raritäten stehen zur Probefahrt bereit.
  • Sie treffen Lisa Hattemer, die amtierende Weltmeisterin im Kunstradfahren, in der Halle des RSV 1898. Neben Autogrammen und exklusiven Informationen bietet Ihnen die Radsportlerin auch eine kleine Kostprobe ihres Könnens.
  • Außerdem erfahren Sie die neuesten Fahrradtrends wie zum Beispiel E-Bikes, die Sie anschließend selbst testen können. Dazu gibt‘s Tipps zu Reparatur und Wartung vom Fachmann im Fahrradhaus Schön.
SWR-Landesschau vom 2. Mai 2017

Unter dem Titel "Radtourportale in Rheinland-Pfalz: TV-Clip vom SWR-RadErlebnisTag mit anderen Materialien des SWR zum Thema 200 Jahre Fahrrad.


Sonderschau über „200 Jahre Fahrrad“

Von Klaus Rein

GAU-ALGESHEIM - Noch vor zwei Monaten hegte Hermann Lutz einen Traum. „Ich hoffe, dass eines Tages das Fahrrad unserer Weltmeisterin Lisa Hattemer in unsere Räume kommt.“ Im Februar konnte der Gau-Algesheimer nicht ahnen, dass sein Wunsch schon am Ostersonntag in Erfüllung gehen wird. Wenn auch nur für wenige Stunden – wie der Vorsitzende des Fördervereins „Rheinhessisches Fahrradmuseum“ erst seit Donnerstag weiß.

Titelverteidigung ist das Ziel für 2017

Die Saison werden Hermann Lutz sowie die Bürgermeister Dieter Linck und Dieter Faust offiziell am Ostersontag gegen 11.15 Uhr mit einer kleinen Feier eröffnen.

Die Kunstrad-Weltmeisterin wird am Sonntag mit ihrem Goldrad ins Museum kommen, um an der Saison-Eröffnung der Einrichtung in Schloss Ardeck teilzunehmen. Aber sie wird ihr rund 2500 Euro teures Gefährt wieder mitnehmen, um ihr Training mit dem vertrauten Rad fortzusetzen. Ihr Ziel 2017: die Titel-Verteidigung.

Dennoch kann sich der langjährige Vorsitzende des Radsportvereins 1898 Gau-Algesheim, Hermann Schön, durchaus vorstellen, dass Lisas Kunstrad eines Tages im heimischen Museum zu sehen sein wird. „Denn es gehört ja dem Verein“, weiß Schön zu berichten. Vielleicht findet sich ja sogar ein Sponsor, der für eine vorzeitige Pensionierung des Goldrads sorgen könnte.

Denn Lisas Eliterad würde das Museum bereichern. Ist sie doch die erste Weltmeisterin in der Geschichte ihres Vereins, der zu den Stützen des Museums zählt. Zu sehen ist in Schloss Ardeck in dieser Saison eine Sonderausstellung zur Geschichte des Fahrrads. Hermann Lutz im Gespräch mit dieser Zeitung: „Vor genau 200 Jahren stellte Freiherr Karl Friedrich von Drais eine geniale Erfindung vor – sein Laufrad.“

Eine „Revolution der Fortbewegung

Historiker und Wissenschaftler sehen in dem Laufrad eine „geniale Idee, eine Revolution der Fortbewegung“. Lutz: „Mit seiner Laufmaschine hat Drais nicht nur die Grundlage für die Entwicklung des Fahrrads, sondern auch des Autos und des Flugzeugs gelegt.“

Den Schritt zur Massenmobilität löste die Nutzung der menschlichen Muskelkraft zur Fortbewegung im Zusammenhang mit einem technischen Gerät aus. Viele neue Exponate belegen im Museum die 200-jährige Geschichte des Fahrrads, die mithin ein Jahr nach der Gründung Rheinhessens begann.

(Allgemeine Zeitung, 13. April 2017)


Gau-Algesheim ist 2017 Teil der Weltgeschichte. Am 12. Juni 1817 stellte Freiherr Karl Friedrich von Drais seine von ihm entwickelte und gebaute Laufmaschine der Öffentlichkeit vor. Mit seiner Erfindung schuf er die Grundlagen nicht nur für das Fahrrad, sondern auch für Flugzeug und Auto und damit zur individuellen Massenmobilität.

Ian Mortimer (*1967), einer der erfolgreichsten Historiker und innovativsten Autoren, schreibt über das 19. Jahrhundert: Die eigentliche Revolution wurde durch die Erfindung des Fahrrades und Nutzung der menschlichen Muskelkraft für die Fortbewegung ausgelöst. Hunderttausenden von Menschen brachte das Fahrrad Freiheit. Ohne die Kosten für Pferd und Stall konnten sie sich weit über ihren Wohnbereich hinaus fortbewegen, ohne viel Geld ausgeben zu müssen.

Die 200-jährige Geschichte des Fahrrades von der Laufmaschine über die industrielle Serienfertigung in Fabriken - auch fast alle großen Automarken haben mit Fahrrädern begonnen - bis hin zum Hightech-Fahrrad wird nachvollziehbar in der diesjährigen Sonderausstellung des Rheinhessischen Fahrradmuseums Gau-Algesheim dargestellt. Auch etliche neue Exponate bereichern die Ausstellungssaison.

Wie alljährlich öffnet das Museum im Schloss Ardeck am Ostersonntag, 16. April 2017, bis einschl. zum Fest des jungen Weines am 8. Oktober 2017 an Sonn- und Feiertagen von 14.00 bis 18.00 Uhr.

Am Eröffnungstag, 16.04.2017, beginnen wir mit einer kleinen Feierstunde bereits um 11.15 Uhr.

Wir freuen uns sehr, wenn wir Sie im Museum begrüßen dürfen, sei es am Eröffnungstag oder bei einem Besuch über das Jahr. Der Eintritt ist frei.

Übrigens: Sofern Sie ein besonderes Ereignis feiern oder eine größere Besucherzahl zu Gast haben, machen wir nach Absprache auch Sonderführungen außerhalb der Öffnungszeiten

Das Fahrrad - 200 Jahre Handwerk auf zwei Rädern

  • Jubiläumsausstellung in der Galerie Handwerk Koblenz
  • 23.03.2017 – 07.04.2017

1817 verwirklicht der Forstbeamte Karl Freiherr von Drais seine Idee von einer zweirädrigen Laufmaschine und fährt am 12. Juni 1817 in Mannheim von seinem Wohnhaus zum sieben Kilometer entfernten Posthaus. Für diese Strecke benötigt er mit seinem 22 Kilogramm schweren Gefährt eine halbe Stunde. 200 Jahre später hat sich aus seiner Idee eines der alltäglichsten, praktischsten und vielfältigsten Fortbewegungsmittel unserer Zeit entwickelt. Das Fahrrad und die Anforderungen an den Handwerksberuf des Zweiradmechanikers haben eine rasante Entwicklung gemacht. Heute meistern wir mit dem Fahrrad den täglichen Weg zur Arbeit oder zum Supermarkt und leben unseren sportlichen Ehrgeiz in der Natur und auf der Straße aus. Die Ansprüche in Sachen Fortbewegung sind vielfältig. Egal ob City-Bike, Mountainbike, Elektrobike oder Rennrad: Für jeden Zweck gibt es das geeignete Zweirad.

Zur Eröffnung der Ausstellung "Das Fahrrad - 200 Jahre Handwerk auf zwei Rädern" laden wir Sie am 22.03.2017 um 18 Uhr in die Galerie Handwerk Koblenz, Rizzastraße 24-26, 56068 Koblenz ein, galerie@hwk-koblenz.de

Geöffnet 23.03.-07.04.2017, mittwochs bis sonntags von 12 bis 17 Uhr.

Mit freundlicher Unterstützung von: Allgemeiner Deutscher Fahrradclub e. V.; Bamboo Beix, Stuttgart; Canyon Bicycles, Koblenz; Deutsche Post AG; Fachhochschule Mainz; Fahrrad-Franz, Mülheim-Kärlich; Fahrradbus, Wernau; Reisejournalist Klaus Herzmann; Fotografenmeister Michael Jarmusch, Koblenz; Kunstgewerbemuseum Dresden; Technikhistoriker Prof. Dr. Hans-Erhard Lessing; Radsport-Team Lotto-Kern-Haus, Koblenz; Moselbike, Kobern-Gondorf; myBoo, Kiel; Philipps Metallgestaltung, Koblenz; Poison-Bikes, Nickenich; Rheinhessisches Fahrradmuseum, Gau-Algesheim, das über eine bemerkenswerte Sammlung aus mehreren Fahrradepochen verfügt.

Bilder: HWK Koblenz

Zitat von Christoph Obel (Handwerkskammer Koblenz)

„Die historischen Räder sind eine Leihgabe des Rheinhessischen Fahrradmuseums Gau-Algesheim, die durften wir uns selbst vor Ort aussuchen und der Technikhistoriker Hans-Erhard Lessing aus Koblenz hat uns bei der korrekten Darstellung der Geschichte beraten. Die historischen Räder machen etwa die Hälfte der Ausstellung aus, die anderen Räder stammen größtenteils von Firmen aus der Region.“

200 Jahre Fahrrad - 200 Jahre Karl Freiherr von Drais.

Die Erfindung seines Laufrades wird aber nicht nur in Mannheim oder Karlsruhe gefeiert, sondern auch in Waldkatzenbach im badischen Odenwald. 

Karl Drais zog es nicht auf nach Waldkatzenbach, weil es dort so besonders schön war. Das sagt auch Marina Hofherr von der Gemeinde Waldbrunn, die sich mit Drais und seinem Aufenthalt in Waldkatzenbach beschäftigt hat. Drais suchte in dem klitzekleinen Ort 1839 Unterschlupf. Im Jahr zuvor war er knapp einem Mordanschlag entgangen. Hintergrund war der jahrelange Hass aus Studentenkreisen, weil sein Vater als Richter am Hofgericht Mannheim den radikalen Burschenschafter Karl Ludwigs Sand zum Tode verurteilt hatte.

Forstmeister mit Reparatur-Werkstatt

Dabei war Drais selbst Demokrat, wurde also gleich von mehreren Seiten bedroht, und Waldkatzenbach war weit genug entfernt von Mannheim, um sich hier sicher zu fühlen. Als Forstmeister für das Haus von Baden kam er in das kleine Odenwalddorf. Allerdings widmete sich der Freiherr mehr dem Erfinden - oder dem Schmieden und Reparieren von allem, was aus Eisen war - beispielsweise Pflüge.

Themen-Radweg

Und Drais unternahm Ausflüge mit seinem von ihm erfundenen Laufrad: Von Strümpfelbrunn oben nach Waldkatzenbach unten wird er mit reichlich Tempo auf Feldwegen unterwegs gewesen sein, im Wald dann schon etwas mühsamer. Klar, dass deshalb auch Waldbrunn-Waldkatzenbach 200 Jahre Zweirad feiert. Die Gemeinde entwickelt zurzeit eine Art Themen-Fahrradweg quer durch die Gemarkung. Dort soll man allerhand über Drais ganz allgemein und seine Zeit am Katzenbuckel erfahren können. Im Sommer soll der mit Tafeln ausgestattete Weg fertig sein. (SWR 31. Januar 2017)

Erinnerung an Karl Drais im badischen Odenwald

Wahl zum "Kopf des Jahres" 2016

Unser Museumsleiter Ernst-Emil Busch gehört zu den Kandidaten der Wahl „Kopf des Jahres 2016". Die Allgemeine Zeitung Bingen-Ingelheim hatte ihn im Frühjahr stellvertretend für das Schrauberteam, das in 400 Arbeitsstunden über 100 Fahrräder für Flüchtlinge in Stand gesetzt hatte, als "Kopf der Woche" vorgestellt.

Die Wahl kann bis zum Einsendeschluss am 21. Januar 2017 erfolgen:

  • Fax an 06721-92 04 38 27,
  • E-Mail an az-bingen@vrm.de
  • Postkarte an AZ, Hasengasse 1, 55411 Bingen.