Einblicke

Fahrradmarken werden auf den Steuerrohrschildern kenntlich gemacht; in Vitrinen des Museums werden sie zusammen z.B. mit Klingeln und Tachometern präsentiert.



"Treu dem Sport in Tat & Wort"

Medaillen des 1906 gegründeten Hessischen Radfahrer-Bundes für den 1. Preis im Blumen-Korso Klasse A aus den Jahre 1933 und als Ehrenpreis im Korsofahren beim 17. Bundesfest des Hessen-Nassauischen Radfahrer-Bundes vom 13.-20. Juli 1937



Rhein-Main-Presse

AZ, 21. März 2007 - In der Region Rheinhessen gibt es per pedes wie per Pedale das ganze Jahr über viel zu erleben. Die ersten, wärmenden Sonnenstrahlen locken ins Freie. Überall verkünden aufbrechende Knospen den Frühling. Auf dem Geoökologischen Lehrpfad in Gau-Algesheim ist für die Großen wie die Kleinen etwas dabei. Die Tour beginnt und endet am Graulturm, dem einzigen, noch erhaltenen Turm der ehemaligen Stadtmauer. Eine Übersichtstafel informiert über den Streckenverlauf sowie die Inhalte und Ziele des Lehrpfades. Allerdings ist auf der etwa 7,5 Kilometer langen und kurzweiligen Strecke etwas läuferische Kondition gefragt. Unterwegs bieten sich jedoch viele attraktive Plätze zur Rast an - und warum sich nicht einmal einen ganzen Tag Zeit für die Wunder der Natur nehmen? Besonders faszinierend ist übrigens Station 5 mit der Überschrift "Kalktertiär". In dem kleinen Steinbruch aus Kalkstein und hellem Mergel lassen sich versteinerte kleine Muscheln oder Schnecken freilegen. Wer noch Kondition hat, besucht das Rheinhessische Fahrradmuseum in den Räumen von Schloss Ardeck.

Laufrad, Hochrad und Rennrad

 

Museum in Gau-Algesheim beleuchtet die Geschichte der Drahtesel

AZ-Serie letzter Teil, 12.09.2007 von Sebastian Essner

GAU-ALGESHEIM Sie können und wollen nicht mit dem Guggenheim-Museum oder dem Frankfurter Städel konkurrieren. Dennoch leisten kleine Museen im ländlichen Raum einen wertvollen kulturellen Beitrag. Im letzten Teil geht es um das Fahrradmuseum in Gau-Algesheim.

Wer Lust verspürt, in einer Welt zu versinken, in der das Fahrrad noch das meistbenutzte Fortbewegungsmittel ist, für den könnte ein Besuch im Rheinhessischen Fahrradmuseum in Gau-Algesheim genau das Richtige sein. Das Museum wurde am 21. April 2002 nach vierjähriger Vorlaufzeit eröffnet. Träger sind die Stadt Gau-Algesheim und der Radsportverein Rheinhessen. Es beherbergt neben zahlreichen Zubehörteilen aus der Welt der Drahtesel auch diverse Exemplare aus der Geschichte des zweirädrigen Gefährts.

Heinz-Egon Rösch, der Museumsleiter, präsentiert stolz das allererste Fahrradmodell, das im Jahr 1817 als so genannte "Laufmaschine" die Straßen unsicher machte. Daneben stehen noch diverse andere Fahrradmodelle, wobei vor allem das "Hochrad" von 1895 ins Auge sticht. Heutzutage ist es kaum vorstellbar, dass in der damaligen Zeit die Vorderräder um einiges größer als die Hinterräder waren. "Da gab es vor allem Probleme beim Bergab-Fahren und Bremsen", berichtet Rösch mit einem Lächeln. Detaillierte Erklärungen in Form von Aufstellern, Artikeln und Bildern an den Wänden runden die Einführung ab.

Im Raum "Fahrräder im Alltag" erfährt der Besucher, dass der heutige Autohersteller Opel früher einmal Fahrräder und davor sogar Nähmaschinen produzierte. Einige der Fahrradmodelle von Opel sind in Gau-Algesheim ausgestellt. "Uns ist es wichtig, die Entwicklung des Fahrrads in all ihren Facetten detailgetreu aufzuzeigen. Mir liegt auch stets das Gespräch mit den Besuchern am Herzen", sagt Heinz-Egon Rösch, der bei der Museumsarbeit unter anderem von Bernhard Trapp (Trägerverein) und Hermann Lutz (Förderverein) unterstützt wird.

Das nächste Zimmer steht unter der Thematik "Fahrrad im Sport". Auffällig ist, neben diversen Accessoires und Spezialrädern, ein Drahtesel aus purem Gold, der eine Leihgabe der Firma Pinarello in Treviso (Italien) ist. Auch ein signiertes Trikot des Teams Telekom ist zu erspähen. "Nahezu all unsere Exponate sind Leihgaben aus Rheinhessen und dem Rheingau", erläutert der Museumsleiter. Interessant ist auch, dass hier der Sportart "Radball" ein kleiner Bereich gewidmet ist. "Gerade in unseren Breiten ist dieser Sport sehr populär. Wir waren sogar schon Weltmeister darin", erklärt Heinz-Egon Rösch.

Ein Fahrrad-Sofa ist im Raum "Fahrrad in der Kunst" beheimatet. Außerdem erblickt der Besucher dort ein Fahrrad aus Ruanda, das lediglich aus ein paar Holzstücken zusammengesetzt wurde. Das letzte Zimmer steht unter der Überschrift "Kinderfahrräder" und beinhaltet auch eine Bibliothek, die sich jedoch erst im Aufbau befindet.

"Um Kinderfahrräder ging es auch in unserer letzten Sonderausstellung, deren Thema sich jedes Jahr ändert", führt Heinz-Egon Rösch an. Diesmal geht es um "Historisches Fahrradzubehör", welches in drei Glasvitrinen des Museums, die sich in Richtung des Ausganges befinden, betrachtet werden kann. Unter anderem wurden dort Pedal- und Fahrradlichtmodelle platziert. Wenn der Besucher dann die Tür des Fahrradmuseums hinter sich schließt, hat er Gewissheit, dass es sie wirklich noch gibt: die kleine heile Welt des Fahrrads.

Die Serie im Internet unter www.az-bingen.de/region/serie/museen/


Der Drahtesel einst und jetzt

Gau-Algesheimer Fahrradmuseum eröffnet Saison mit Sonderausstellung

GAU-ALGESHEIM, AZ vom 10. April 2007 - Am Ostersonntag öffnete das Rheinhessische Fahrradmuseum in Gau-Algesheim seine Pforten für eine neue Ausstellungssaison.

Die Gäste wurden von Stadtbürgermeister Dieter Faust sowie den Vorsitzenden von Träger- und Förderverein, Bernhard Trapp und Hermann Lutz, zur Eröffnung willkommen geheißen. Museumsleiter Prof. Dr. Heinz-Egon Rösch führte in die Sonderausstellung zum Thema "Historisches Fahrradzubehör" ein, die er mit seinen Helfern vorbereitet hatte. Stadtbürgermeister Dieter Faust nannte in seinem Grußwort das Museum ein attraktives Angebot der Fremdenverkehrsgemeinde und bekräftigte auch für die Zukunft die Unterstützung durch die Stadt Gau-Algesheim. Das große Engagement des Museumsleiters und seiner Helfer stellten die Vorsitzenden von Träger- und Förderverein heraus. Wenn über 10000 Besucher in den zurückliegenden Jahren den Weg ins Fahrradmuseum nach Gau-Algesheim gefunden und dort eine sachkundige Führung erfahren hätten, so sei dies dem Einsatz des Museumsteams zu verdanken.

Beim Gang durch die Ausstellung waren unter den ausgewählten Fahrradutensilien Lampen zu entdecken, an deren Wandlungen sich die Entwicklung der Fahrradbeleuchtung nachvollziehen lässt, Sättel für die unterschiedlichen Ansprüche an Bequemlichkeit oder Funktionalität sowie Klingeln und Steuerrohrschilder, die Kennzeichen und Namen der Herstellerfirmen stilvoll und werbewirksam präsentieren.

Im Laufe des ersten Ausstellungstages fanden sich Besucherinnen und Besucher vor allem aus Umgebung ein, die Gau-Algesheim und sein Fahrradmuseum als Ziel ihres Osterausfluges angesteuert hatten.

Das Museum in Gau-Algesheim wird jetzt bis zum zweiten Oktobersonntag, dem Fest des jungen Weines, an allen Sonn- und Feiertagen in der Zeit von 11 bis 17 Uhr geöffnet sein. Gruppen können auch weiterhin außerhalb der Öffnungszeiten Besuche und Führungen mit dem Museumsleiter Prof. Dr. Heinz-Egon Rösch vereinbaren.

Norbert Diehl

 

Gestrampelt wird zu fünft

Ausflugstipp: Rheinhessisches Fahrradmuseum ab Ostern geöffnet

GAU-ALGESHEIM, RZ-Online, 7. April 2007 - Am Ostersonntag, 11.30 Uhr beginnt die Saison im Rheinhessischen Fahrradmuseum im Schloss Ardeck - diesmal mit einer Sonderausstellung "Historisches Fahrradzubehör". Bis zum 2. Oktobersonntag steht das Museum dann sonn- und feiertags jeweils von 11 bis 17 Uhr offen.

Ob Fahrradfahren tatsächlich kinderleicht ist, können die Besucher dort beim Blick auf ein 1886 gebautes Hochrad beantworten, das vor allem dem Schwierigkeiten beim Absteigen den Beinamen "Knochenbrecher" verdankt. Hier erfährt man alles übers Rad, über das Fahrrad im Alltag, in der Kunst und als Sportgerät. Ein Film informiert zusätzlich darüber wie die Gebrüder Opel ihre Nähmaschinenproduktion aufgaben und auf Fahrräder umstellten. Sie verhalfen dem Zweirad so zu einem Siegeszug um die Welt. Lustig anzusehen, wie alle fünf Opelbrüder auf einem "Quintuplet" radeln. Vor dem Eingang wartet ein vor 40 Jahren selbstgebautes Kinderauto darauf, ausprobiert zu werden. 

 

Radmuseum eröffnet Saison

Sonderausstellung mit historischen Exponaten wartet auf Besucher

 Gau-Algesheim, AZ vom 5. April 2007 - Am Ostersonntag, 8. April, öffnet das Rheinhessische Fahrradmuseum seine Pforten für eine neue Ausstellungssaison. Um 11.30 Uhr werden die Besucher von Stadtbürgermeister Dieter Faust sowie den Vorsitzenden von Träger- und Förderverein, Bernhard Trapp und Hermann Lutz, willkommen geheißen. Museumsleiter Professor Heinz-Egon Rösch hat mit seinen Helfern eine Sonderausstellung zum Thema "Historisches Fahrradzubehör - Von Sätteln, Klingeln, Lampen..." vorbereitet und wird einige Überraschungen für das Publikum bereithalten.

 Seit einigen Wochen bieten die neu gestalteten Internetseiten des Museums unter www.fahrradmuseum-rheinhessen.de Informationen über das Museum, das Schloss Ardeck, die Stadt Gau-Algesheim und die Region, in der das einzige rheinland-pfälzische Sportmuseum seine Heimat gefunden hat.

Das Museum ist bis zum 2. Oktobersonntag an allen Sonn- und Feiertagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Gruppen können auch außerhalb der Öffnungszeiten Besuche mit dem Museumsleiter vereinbaren, Telefon (0 61 31) 7 22 21.

 

Sabine Bongartz, Mit Kindern ins Museum: Rhein – Main – Nahe

Endlich ein Buch, das der modernen Museumspädagogik Rechnung trägt. Vergessen sind die staubtrockenen und langweiligen Museumsbesuche früherer Tage: Mitmachen, Anfassen und Begreifen ist angesagt.

Kinder sind von Geburt an neugierig und interessieren sich für alles, was sie sehen, hören und fühlen können. 

Sabine Bongartz, Kunsthistorikerin und erfahrene Autorin unserer beliebten Reihe "Mit Kindern unterwegs", hat mit ihrer Familie und Freunden für dieses Buch lange geforscht und legt nun eine erstaunliche Auswahl vor, die den gefürchtet langweiligen Museumsbesuch, den viele Erwachsene von ihrer eigenen Kinderzeit her kennen, vergessen lässt. 

Spannung, Abwechslung und Spaß sind in den ausgewählten Häusern garantiert. Ausführliche Info-Teile zu jedem Museum bieten vorab die nötigen Entscheidungshilfen.

Ausgabe Juli 2004. 178 Seiten, 75 Farbfotos, kt. ISBN 3-87230-591-3, € 13,80