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Spende für Ruanda

Feierstunde der Gau-Algesheimer Initiativen für Kigina in Ruanda

Allgemeine Zeitung, 23.11.2011

GAU-ALGESHEIM (red). Zahlreiche Kinder, deren Eltern und interessierte Gäste füllten den Säulensaal vom Schloss Ardeck anlässlich der kleinen Feierstunde „Gau-Algesheim hilft Kigina“. Stadtbürgermeister Dieter Faust begrüßte dazu insbesondere Mona Harbich als Vertreterin des Ministeriums des Innern, für Sport und Infrastruktur, sowie Michael Nieden als Geschäftsführer des Partnerschaftsvereins Rheinland-Pfalz/Ruanda.

In seinen Eingangsworten führte er aus, dass die partnerschaftliche Hilfe für Ruanda zu einem Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Gau-Algesheim geworden ist. Mit einem Buchpräsent bedankte er sich bei Günter Frey als dem Schriftführer des Arbeitskreises „Millenniumstadt Gau-Algesheim“ für sein Engagement. Frey gab anhand von Fotos seines Besuches der Schule in Kigina, zu der der städtische Kindergarten eine Partnerschaft aufgenommen hat, einen Eindruck von den dortigen Verhältnissen.

Spenden für den Schulsport

Diese seien gekennzeichnet durch einfachste Gebäude, Toilettenanlagen in Form von Dixie-Klos, kahle Wände sowie fehlendes didaktisches Material wie Bücher. Er freue sich, dass in mehreren Aktionen Geld zur Unterstützung bereitgestellt werden könne.

Für die Tennisabteilung der Sportvereinigung berichtete Ute Poßmann über die fünf Jahre bestehende Initiative, anlässlich der Stadtmeisterschaften gezielt für den Schulsport Spenden einzusammeln. Für den Katholischen Kindergarten St. Nikolaus, der sich schon beim ersten von Anne Hagel initiierten Ruandaprojekt zugunsten einer Frauenkooperative eingebracht hatte, überbrachte die stellvertretende Leiterin Monika Ornau das tolle Ergebnis des Spendenaufrufs anlässlich des Martinsumzuges mit 425 Euro.

Die Baumpflanzaktion „One Tree per Child“ in Ruanda war Gegenstand der Spende der Schutzgemeinschaft Laurenziberg, die damit ein Zeichen der globalen Verbundenheit zum Schutz der Natur setzen wollte. Dadurch können nun circa 300 Baumsetzlinge angepflanzt werden. Abschließend übergab der Leiter des Rheinhessischen Fahrradmuseums, Prof. Dr. Heinz-Egon Rösch, den stolzen Betrag von rund 770 Euro aus der Sonderausstellung „Fahrrad und Radfahren in Ruanda“.

Mona Harbich und Michael Nieden zeigten sich in ihren Grußworten beeindruckt von der Bereitschaft der Gau-Algesheimer Bürger, sich im Sinne der Millenniumziele zu engagieren. Über das Büro in Kigali werde Sorge getragen, dass die Hilfe auch in vollem Umfang bei der Partnerschule ankommt.

Das Rahmenprogramm der Veranstaltung bestritten die Gruppe der Kindergartenkinder unter Leitung von Birgit Pieper. Mit einem Lied und einem Tanz - mit einem kindgemäßen Bezug zu „Einer Welt“ - belebte sie die Feierstunde und freute sich über den großen Beifall. Joachim Cohausz war es dann vorbehalten, für die Stadt das Schlusswort zu sprechen und alle Anwesenden zum anschließenden Laternenfest einzuladen.