Hinweise
Weblinks
Portal zur Regionalgeschichte: http://www.regionalgeschichte.net/rheinhessen/region/aktuelles.html
Rheinhessische Köpfe
Aus der Geschichte
Reichsverfassungskampagne 1849
Hiernach war der Angriff der Preußen sehr einfach. Der erste Einfall geschah von Saarbrücken gegen Homburg; von hier aus marschierte eine Kolonne direkt auf Kaiserslautern, die andre über Pirmasens auf Landau. Gleich darauf griff ein zweites Korps im Rheintal an. Dieses Korps fand in Kirchheim-Bolanden den ersten heftigen Widerstand an den dort liegenden Rheinhessen. Die Mainzer Schützen verteidigten den Schloßgarten mit großer Hartnäckigkeit und trotz bedeutender Verluste. Sie wurden endlich umgangen und zogen sich zurück. Ihrer siebenzehn fielen den Preußen in die Hände. Sie wurden sogleich an die Bäume gestellt und von den schnapstrunkenen Heroen des "herrlichen Kriegsheers" ohne weiteres erschossen. Mit dieser Niederträchtigkeit begannen die Preußen ihren "zwar kurzen, aber ruhmvollen Feldzug" in der Pfalz. (Friedrich Engels)
Die Provinz Rheinhessen
Die Provinz Rheinhessen im Großherzogtum Hessen-Darmstadt (1816-1918) und im Volksstaat Hessen (1918-1933/1945)
Buchstabiertabelle
Wie buchstabiert man in Rheinhessen "FELIX"?
- F wie Vaterland
- E wie Elsardine
- L wie Elektrisch
- I wie iwwerzwerch
- X wie Gsangverein
Rheinhessische Dialektik
Wemmer dess an Fleisch un Fett hädde, wass mer an Brod nit hunn, dann deede die Kadoffele lange (1946).
Die Region Rheinhessen
Ob Menschen sich als Teil einer Gemeinde, eines Staates, einer Nation oder (lang ist‘s her) der Christianitas begreifen, ob sie sich zunehmend als Individuen sehen, die für ihr Leben und ihr Wohlergehen selbst Verantwortung übernehmen können und müssen - menschliches Leben ist immer eine gesellschaftliche, d.h. auch geschichtliche, ökonomische und kulturelle Veranstaltung. Da hat Karl Marx aus Trier schon recht: Der Mensch ist kein „außer der Welt hockendes Wesen. Der Mensch, das ist die Welt des Menschen.“
Die Menschen am Rhein haben ein Talent, diesem menschlichen Zug ein regionales und kulturelles Gesicht zu geben. Carl Zuckmayer, begabt, Empfindungen und einem spezifischen Lebensgefühl sprachlich-literarischen Ausdruck zu verleihen, hat in seiner Autobiographie „Als wär’s ein Stück von mir“ die rheinhessische Landschaft und ihre Menschen so beschrieben: "Meine Heimat ist Rheinhessen, und daß heißt, daß sie landschaftlich nichts mit dem zu tun hat, was man unter „Rhein-Romantik“ versteht. Diese Gegend zeigt in ihrer starken, besonnenen Fruchtbarkeit ein äußerst einfaches, nüchternes Gepräge. Die Rebstöcke stehen ordentlich und brav, die Obstbäume in Reihen gegliedert, alles Land ist Nutzland, und nur der rötliche Hautglanz der Erde verrät etwas von ihrem heimlichen Heißblut, von ihrem gezügelten Temperament ...
Bescheidene Haufendörfer, manche mit einer hübschen alten Kirche und ein paar Fachwerkhäusern, die meisten aus schlichtem, graugelben Backstein gebaut, ins Gefäll der Wingerte eingeschmiegt, an der Rheinstrecke zwischen Mainz und Worms; das weithin schwingende, wellige oder buckelige Ackerland um den Donnersberg, der auch nur ein Hügel ist, und nach dem Kreisstädtchen Alzey hinüber; das flache Gelände der Obstkulturen, wie sich’s linksrheinisch von der Flußbiegung bei Mainz bis fast zur Nahemündung erstreckt - auch Ingelheim mit seiner Kaiserpfalz, und das lustige Rochuskapellchen über den Schieferdächern von Bingen - die sandigen Spargelfelder, die gleichmäßige Breite des hier nur von ein paar Werthen durchinselten Stroms - die geschäftigen Städte, denen trotz ihrer uralten Geschichte und ihrer Bauwerke nichts Museales, keine Touristenlockung anhängt: in welcher anderen Landschaft tut eine reich besiedelte, üppig treibende Natur ihr Bild so still und behutsam dar? Die Phantasie kann es mit Römerheeren bevölkern, mit keltischen und fränkischen Stammeshorden, mit Heiden und Heiligen, mit mittelalterlichen Kaiserzügen, mit barockem Kurfürstenprunk, mit marodierenden Schweden und Kosaken, mit französischen Raub-, Revolutions- und Besatzungstruppen, mit allen Gestalten und aller Wirrsal zweitausendjähriger Historie. Das Gesicht der Landschaft bleibt gelassen und anspruchslos."
Die Geburtsstunde Rheinhessens
Am 12. Juli 1816 übernahm der in Darmstadt residierende hessische Großherzog Ludwig I. in Mainz auf Grund eines Staatsvertrags zwischen Preußen, Osterreich und Hessen im Rahmen des Wiener Kongresses den nördlichen Teil des Départements Donnersberg: Rheinhessen in seiner heutigen Form war geboren. Die Pfalz wurde Bayern zugeschlagen. In der Besitzergreifungsurkunde garantierte der Großherzog: „Nur besondere Rücksichten des allgemeinen Besten werden uns zu Änderungen bestehender und durch Erfahrung erprobter Einrichtungen bewegen; die Rechte des Feudalsystems, die Zehnten und Fronden bleiben in diesem Landesteil unterdrückt. Das wahrhaft Gute, was Aufklärung und Zeitverhältnisse herbeigeführt, wird ferner bestehen.“ Das sagte er mit gutem Grund zu. Die Mehrheit der linksrheinischen Bevölkerung war nämlich nicht mehr bereit, die französischen Errungenschaften aufzugeben. Sie wollte die auf einer modernen Eigentumsordnung basierende Sozialstruktur, in der der Adel keine Rolle mehr spielte, keinesfalls aufgeben. (nach: Volker Gallé und regionet)
Leseförderung in Rheinhessen
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mehr davon . . . http://www.rhoihessewoi.de.vu/
Inngesperrt
Wer nit kann, was er will, muss wolle, was er kann. Wer nit derf, was er kann, kann kenne, was er will, er muss wolle, was er derf! (Kurt Sigel)






