Der Präsident des BDR


Radsport-Disziplinen


Choreographisches Geschick und Dynamik zeichnen das Radpolospiel aus





Das Fahrrad im Sport

Die Sporträder im 3. Ausstellungsraum des Rheinhessischen Fahrradmuseums repräsentieren die Breite der radsportlichen Disziplinen auf der Straße und im Gelände, in der Halle und auf der Bahn.

Die Zeitfahrmaschine, mit der Laurent "Jaja" Jalabert im ONCE-Trikot 1997 in San Sebastian Weltmeister wurde, ruft bei den Besuchern gleichermaßen Bewunderung und Respekt hervor.


Der kleine Radsportverband Rheinhessen innerhalb der Landesverbandes Rheinland-Pfalz hat nicht nur in den letzten Jahren durch nationale und internationale Erfolge im Kunstradfahren und Radball aufhorchen lassen. Seit den 50er Jahre erreichten Rheinhessen Spitzenplätze und tauchen in den Siegerlisten sämtlicher Disziplinen auf. Besonders im Zweier-Kunstfahren der Herren ist die Liste der Meister und der auf dem Podium Platzierten fast endlos: von den Wörrstädtern Erwin Binder und Otto Plewa, über Kaiser/Leitzig, Vollmer/Metz, Kaiser/Wenz, Ott/Rogles und Ott Fissler bis zu den Finthern Andreas und Sascha Weil. Bei den Frauen greifen Katrin Schultheis und Sandra Sprinkmeier nach dem Titel, den Annette Rogles mit ihrer Partnerin Helga Liebenow in den 60er und 70er Jahren viermal gewann. 


Regeln des Zweier-Radballs

Das Spielfeld ist 14 Meter lang und 11 Meter breit. Es ist von einer 30cm hohen Schrägbande eingefasst.

Die Mannschaft besteht aus zwei Spielern: Torwart und Feldspieler, wobei auch der Torhüter im Feld spielen darf und umgekehrt.

Die Spielzeit beträgt zweimal sieben Minuten. Halbzeitpause bei Seitenwechsel max. 2 Minuten. Junioren spielen zweimal 6 Minuten – Jugend/Schüler zweimal 5 Minuten.

Der Ball hat Kugelform, ist aus Stoff gefertigt und hat einen Durchmesser von 17-18cm und muss ein Gewicht zwischen 500 und 600gr. haben. Seine Geschwindigkeit erreicht bei Freischlägen bis zu 70km/h.

Das Tor ist 2 Meter hoch und ebenso breit.

Gespielt wird der Ball durch Schläge mit dem Rad und dem Körper, allerdings ohne Benutzung von Händen und Füßen – es sei denn die Hände bleiben am Lenker und die Füße auf den Pedalen. Kopfbälle sind gestattet.

Im Strafraum, dem mit einer durchzogenen Linie von 2 Meter Radius gekennzeichneten Halbkreis vor dem Tor, darf sich jeweils nur ein Spieler der verteidigenden und angreifenden Mannschaft befinden. Der Torwart darf in seinem Strafraum auch die Hände zur Ballabwehr benutzen.

Ein 4-Meter-Strafstoß wird verhängt, bei Vergehen im eigenen Strafraum bzw. bei groben Regelverstößen, außerhalb des Strafraums.

Andere Regelübertretungen außerhalb des Strafraums werden mit Freischlägen geahndet.

Bei Ausball wird das Spiel nach Unterbrechung einen Meter von der "Ausstelle" und der Bande entfernt mit einem "Anschlag" fortgesetzt.

"Ecken" – verursacht wie im Fußball durch den Verteidiger – werden von einem fixierten Punkt (2 Meter von der verlängerten Torauslinie und 4 Meter von der Tormitte) geschlagen.

Bei Bodenberührung während des Spiels mit Fuß oder Körper, ist der betreffende Sportler erst wieder spielberechtigt, wenn er die Toraußenlinie des eigenen Gehäuses überquert hat.

Quelle: soli-erlangen.de & Homepage der Hallenradsport-WM 2007 in Winterthur (CH)