Pfiffige Fuß-Bremse an OPEL-Rad von 1901

 

 


Innenrohr-Bremse an BRENNABOR-Rad von 1910
IRIS-Rad von 1910 mit Jugendstil-Ornamenten

Skelett eines ADLER-Rades von 1937 mit Dreigang-Schaltung im Tretlager
Kettenloses DÜRKOPP-Rad von 1950

Fahrrad und Fahrradtechnik im Alltag

Foto: Volker Faust

NSU-Damenrad, Leihgabe der Familie Ulmer
Triepad-Herrenrad, Leihgabe von Ulrich Neumann

 

 


Technisches zur Laufmaschine des Karl Drais

Baden, am 28. July 1817.

Der Freyherr Karl von Drais, welcher nach glaubwürdigen Zeugnissen, Donnerstag den 12. Juny d. J. mit der neuesten Gattung der von ihm erfundenen Fahrmaschinen ohne Pferd von Mannheim bis an das Schwetzinger Relaishaus und wieder zurück, also 4 Poststunden Wegs in einer Stunde Zeit gefahren ist, hat mit der nemlichen Maschine den steilen, zwey Stunden betragenden Gebirgsweg von Gernsbach hieher in ungefähr einer Stunde zurückgelegt, und auch hier mehrere Kunst-liebhaber von der großen Schnelligkeit dieser sehr interessanten Fahrmaschine überzeugt.

Die Haupt-Idee der Erfindung ist von dem Schlittschuhfahrern genommen und besteht in dem einfachen Gedanken, einen Sitz auf Rädern mit den Füßen auf dem Boden fortzustoßen.

Die vorhandene Ausführung insbesondere besteht in einem Reitsitz auf nur 2 zweyschühigen, hintereinanderlaufenden Rädern, um auf allen Fußwegen der Landstraßen fahren zu können, da diesen den ganzen Sommer durch fast immer sehr gut sind. Man hat dabey zur Erhaltung des Gleichgewichts ein kleines gepolstertes Brettchen vor sich, worauf die Arme aufgelegt werden, und vor welchem sich die kleine Leitstange befindet, die man in den Händen hält, um den Gang zu dirigiren.

Diese, zu Staffetten und zu großen Reisen so sehr gut zu gebrauchende Maschine wiegt keine 50 Pfund, und kann für höchstens 4 Carolin, mit Reise-Taschen und sonstiger Zugehör, dauerhaft und schön hergestellt werden.

BADWOCHENBLATT vom 29. Juli 1817