• Fundus >
  • Ausflüge in den Milden Westen

Ausflüge in den Milden Westen

KARL DRAIS IN KIRCHBERG

Knapp 60 km von Gau-Algesheim entfernt liegt das Hunsrückstädtchen Kirchberg. Im 18. Jh. verlebte Karl Drais, der als Karl Friedrich Christian Ludwig Freiherr Drais von Sauerbronn und Sohn eines angesehenen Hofrats am 29. April 1785 in Karlsruhe das Licht der Welt erblickte, einige Jahre seiner Kindheit. Als sein Vater  an Epilepsie erkrankte, versetzte ihn der Markgraf von Baden zur Gesundung an eine weniger aufreibende Stelle in den Hunsrück. Im September des Jahres 1790 übersiedelte von Drais mit Frau und vier Kindern (Karl und drei jüngere Schwestern) nach Kirchberg, damals Verwaltungssitz eines Badischen Oberamts. Die Familie von Drais wohnte an der Hauptstraße an der Stelle des heutigen Hauses Hanss. Der gesundheitliche Zustand des Vaters besserte sich bald. Doch die Idylle auf dem Hunsrück ging schnell zu Ende. Nach Ausbruch der französischen Revolution drangen französische Truppen bis zum Rhein vor. Die Familie von Drais floh im Jahre 1794 vor den Franzosen.

Der im Jahre 1989 neu erstellte Brunnen ist eine Nachbildung jenes Brunnens, der früher zum Oberamtsgebäude der Markgrafen von Baden gehörte. Das im Jahre 1710 erbaute Verwaltungsgebäude wurde 1945 durch Kriegseinwirkung zerstört. An der schmiedeeisernen Tür des Brunnens ist ein Laufrad angebracht, das an Karl Drais erinnert.

Mehr über Karl Drais: http://www.karldrais.de

 

Der Lützelsoon-Radweg von Kirn nach Kirchberg

Die Lützelsoon-Radroute zwischen Kirchberg im Hunsrück und Kirn an der Nahe - sie ist Bestandteil des großräumigen Radwegenetzes in Rheinland-Pfalz - wurde zwischen Frühjahr und Herbst 2006 erstmals einheitlich beschildert.

Der Lützelsoon ist, wie der Name schon sagt, der kleine Bruder des Soonwaldes. Der bis auf knapp 600 Meter ansteigende, bewaldete Höhenzug wird im Westen durch das Hahnenbachtal und im Osten durch das Simmer- bzw. Kellenbachtal begrenzt.

Wenn man die 28 km lange Lützelsoon-Radroute von Süden in Angriff nimmt, beginnt sie im beschaulichen Zentrum der Stadt Kirn direkt am Naheradweg. Auf den ersten Metern geht es zum Einrollen zunächst am Hahnenbach entlang. Danach steigt die Route auf drei Kilometern über 200 Meter an, bevor sie im weiteren Verlauf in leichten Wellen in das Herz des Hunsrücks hineinführt. Auf den letzten fünf Kilometern verläuft die Radroute parallel zur B  421 nach Kirchberg. Hier haben Radfahrer Anschluss an das Radwegenetz des Rhein-Hunsrück-Kreises.

Auf der Fahrt kommen Radfahrer durch malerische Ortschaften wie Hennweiler, Woppenroth und Dickenschied sowie abwechslungsreiche Landschaften. An vielen Stellen lohnen sich Abstecher zu Sehenswürdigkeiten, vor allem Burgen und Schlössern, die sich links und rechts der Strecke geradezu aufreihen.