Das war 2006



Jahresbericht 2006

Seit fünf Jahren besteht nun unser Rheinhessisches Fahrradmuseum. Es hat sich gut entwickelt und alle Erwartungen übertroffen. Von Jahr zu Jahr gab es durch Sonderausstellungen neue Höhepunkte. Mit der 650jährigen Stadt gau-Algesheim feierten wir 2005 auf dem schlossplatz und im Museum gemeinsam das prächtige Stadtfest. Insgesamt haben bisher rund 10.000 Besucher das Museum gesehen. 

Besucher

Die rheinhessischen Landfrauen waren gleich in sieben Gruppen während des Sommers ins Museum gekommen. Gut organisiert von Arnold Avenarius-Herborn machten sie zuerst eine Stadtführung, besuchten das Museum und besichtigten den Obsthof und die Brennerei Hemmes. - Ein pfiffiger Hotelier auf Promotion-Tour mit dem Hochrad: Edgar Rabung hat mit Erfolg die Werbetrommel für sein Hotel und die schönen Radwege in der Region gerührt. Der findige Unternehmer aus dem saarpfälzischen Gersheim fuhr, artistisch versiert, von Mainz aus über den Nahe- und den Glan-Blies-Radweg ins Saarland. Er wurde von einem Kamerateam des Saarländischen Rundfunks begleitet, als er im Fahrradmuseum Station machte. – Der Betriebsausflug der Chirurgischen Abteilung des Klinikums Kaiserslautern führte auf der neuen „Obstroute“ durch das Welzbach- und Selztal auch zum Rheinhessischen Fahrradmuseum. – Im Rahmen ihrer Projektwoche kamen die Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen der Schloss-Ardeck-Grundschule und freuten sich über die Fahrten mit historischen Fahrrädern.

Neuerwerbungen

Ein kurioses Fahrradsofa, das auch als Bettbenutzt werden kann, brachte Herr July ins Museum. Seine Frau wollte es nicht als Staubfänger im Haus behalten. – Ein Adler-Damenrad wurde uns von Frau und Herrn Popp aus Armsheim anvertraut. Es dürfte aus den 1920er Jahren stammen. – Ein Brennabor-Rad schenkte uns Karl Hinkel aus Selzen. Zur Ausrüstungen gehören eine Karbidlampe, ein seltenes Nummernschild und eine alte Luftpumpe. – Einen Clown auf dem Hochrad vermachte Pfarrer Dr. Ludwig Hellriegel dem Museum, 300 wertvolle Markenschilder steuerte ein Rheingauer Bürger bei. - Eine Neuerwerbung ganz besonderer Art ist eine Fahrrad-Collage des US-amerikanischen Künstlers Robert Rauschenberg, der als einer der Wegbereiter der Pop-Art in den USA gilt. Volker Jaquet, Mitglied des Fördervereins, hat das Bild dem Museum zur Verfügung gestellt. Die Kunstliebhaber unter den Besuchern wird das Bild erfreuen.

Sonderausstellungen

Die Jubiläumsausstellung über den RV 1905 Finthen und die Sonderausstellung 40 Jahre Rheinland-Pfalz-Rundfahrt (zusammengestellt von Rudolf Hoidn, Ulrich Neumann, Jürgen Wagner und Albert Weis) dokumentierten regionale Radsportgeschichte mit internationaler Resonanz. - Der Radsportverein 1898 und das Museum stellten historische Sporttrikots für Ausstellungen des Theodor-Zink-Museums während der Fußball-Weltmeisterschaft in Kaiserslautern und des Städtischen Museums Schloss Rheydt während der Hockey-Weltmeisterschaft in Mönchen-Gladbach. - Zum Tag der Offenen Archive war das Museum mit Radballmaschinen und Radbällen als "Eyecatcher" ins Mainzer Stadtarchiv eingeladen.

Bibliothek des Fahrradmuseums

Im der Museumspause während des Winters haben sich Albert Weis und Heinz-Egon Rösch daran gemacht, eine Bibliothek mit fahrradbezogener Literatur (ca. 400 Bücher)aufzubauen. Es handelt sich um Bildbände zum Fahrradsport, zur Geschichte und Technik des Fahrrades, Fahrrad-Romane, Fahrrad-Reisen, Radtouren, Festschriften, und Zeitschriften. Werner Schön hat einen Bücherschrank gezimmert und zwschen vorhandenen Schränken eingepasst.

Gratulationen

Das Rheinhessische Fahrradmuseum gratuliert den neuen Weltmeistern im Radball Thomas Abel und Christian Heß vom RV 1910 Mainz-Hechtsheim sowie den Vizeweltmeisterinnen im Zwier-Kunstfahren Katrin Schultheis und Sandra Sprinkmeier vom RV 1925 Mainz-Ebersheim. Sandra Sprinkmeier, die in Mainz Sport studiert, besuchte mit ihrem Trainer unser Museum und war sehr angetan von der Vielfalt unserer Ausstellungsobjekte. - Ein besonderes Lob gilt der Stadt Gau-Algesheim für die Rathausscheune mit ihren multifunktionellen Räumen zur Geschichte und Kultur der Stadt. Das gebäude ist behindertengerecht eingerichtet und hat einen Aufzug. Im Gebäude ist die neue Tourist-Information untergebracht, die auch als Auskunftsstelle für das Rheinhessische Fahrradmuseum fungiert.