Neuerwerbungen

Alfred Ziller aus Mörsdorf/Hunsrück hat dem Museum ein nachgebautes Burgsches Laufrad leihweise überlassen. Anton Burg stammte aus Bad Sobernheim, zog nach Wien und betrieb dort eine Fabrik für landwirtschaftliche Maschinen. 1818 ahmte Burg die Laufmaschine von Drais (1817) nach und eröffnete ein Fahrschule mit bis zu zwölf Rädern.

Aus Mainz-Ebersheim stammt der Tret- und Wipproller, Marke Concordia, der unsere Sammlung von Kinderrädern bereichert.

 

Besucher

Einzelbesucher aus den Partnerstädten Redford/Mi. und Neudietendorf/Thüringen, vom Wohnmobilplatz, aus Australien, Kamerun, Portugal, Belgien und China sowie aus der Lüneburger Heide, dem Bayrischen Wald, Berlin, Fürstenwalde und Saarbrücken.

Gruppen:

  • ADFC Bad Homburg, Wiesbaden und Mainz-Bingen
  • Radsportler aus Arzheim, Bierstadt, Marl, Weiterstadt und Wesel
  • Seniorenkreis der Kreuznacher Hockeyclubs 
  • Velo-Solex-Freunde
  • Citroen-Veteranenclub
  • Oldtimer-Automobilisten von der Nahe
  • Kolpingfamilie Planig
  • Walkergruppe Ludwigshöhe
  • Schulen aus der Nachbarschaft

Gratulations

Glückwunschadressen richtete das Rheinhessische Fahrradmuseum an die Weltmeister im Zweier-Radball Thomas Abel und Christian Heß vom RV Mainz-Hechtsheim und die Weltmeisterinnen im Zweier-Kunstfahren Katrin Schultheis und Sandra Sprinkmeier vom RV Mainz-Ebersheim. In Winterthur demonstrierten die Sportlerinnen und Sportler des kleinen Radsportverbandes Rheinhessen ihre Stärke.

Öffentlichkeitsarbeit

Die lokalen und regionalen Zeitungen berichteten über die Aktivitäten des Museums. Eine ganze Seite widmete Peter Jaeger in der Zeitung Stars and Stripes dem Rheinhessischen Fahrradmuseum. Viele US-amerikanischen Soldaten besuchten mit ihren Angehörigen das Museum in der Folgezeit. Für den Südwestrundfunk brachte Sibylle Jakobi das Museum mit einer Reportage in Erinnerung.

Kooperationen

Vorbildlich ist seit Jahren die Zusammenarbeit mit der Stadt Gau-Algesheim. Das Schloss Ardeck und das Rheinhessische Fahrradmuseum sind zentrale Anziehungspunkte der Fremdenverkehrsgemeinde Gau-Algesheim. Die Radtouristik-Planung von Stadt und Verbandsgemeinde werden demnächst eine Karte und eine Broschüre mit Radtourenvorschlägen herausbringen.

Die Fortführung des Jakobus-Pilgerwegs von Dittelsheim über den Laurenziberg nach Bingen ist im Entstehen. Die ersten Zusammenkünfte der Projektgruppe fanden im Fahrradmuseum statt.

Die Kooperation mit dem RSV 1898 e.V. Gau-Algesheim und dem Radsportverband Rheinhessen laufen wie eine gut geölte Fahrradkette.

Das Museums-Team

Die bewährte Mannschaft hat wieder viele Stunden im Museum gearbeitet. Neben den üblichen Reparatur- und Reinigungsarbeiten entstanden:

  • ein Podest für die historischen Kinderfahrräder
  • ein von Werner Schön gezimmerter Bücherschrank für die Bibiothek
  • ein von Albert Weis gebauter Transportwagen erlaubt es, während der Öffnungszeiten des Museums Kinderräder zum Fahren auf dem Schlossplatz bereitzustellen

Jahresbericht 2007

Vom Museums aus geht's zum Umzug am Fest des jungen Weines 2007 : Hans Nowak (links) und Alfred Ziller (rechts) in historischer Kleidung auf nachgebauten Rädern von Drais und Burg.


Wie später Michael Thonet (*1796 in Boppard, +1871 in Wien), den genialen Möbeltischler vom Mittelrhein, zog es Anton Burg (*1767 in Sobernheim, +1849 in Wien) in die Hauptstadt der Doppelmonarchie. Seine Vorfahren waren aus Reil/Mosel an die Nahe gekommen.

Dazu weitere Informationen von Hans-Erhard Lessing: Karl Drais' Antrag auf ein österreichisches Patent wurde damals trotz Befürwortung durch den Gutachter abgelehnt. Warum? Weil in Wien bereits jemand angefangen hatte, solche Laufmaschinen nachzubauen, und zwar ein Pfälzer namens Anton Burg. Dieser gelernte Tischler hatte seine Heimatstadt Sobernheim verlassen und sich 1790 in Wien niedergelassen. Er baute eine Manufaktur für landwirtschaftliche Geräte auf, die sich seit 1811 als K.K.Hofackerwerkzeug- und Maschinenfabrik bezeichnen durfte. Im Frühjahr 1818 kann man lesen, dass Burg nicht nur Laufmaschinen baut und verkauft, sondern auch vermietet. Außerdem hat er in Wien eine Fahrschule eingerichtet. Interessanterweise haben seine Zweiräder, von denen vier im Technikmuseum von Wien erhalten sind, keine Unterarmstütze, sondern eine gepolsterte Bruststütze, wie sie die Schreiber auf ihren Sitzböcken vor den Stehpulten verwendeten. Drais kritisierte diese ergonomische Variante als schädlich. Sohn Adam von Burg wurde wegen seiner Verdienste als Professor und Leiter des Polytechnischen Instituts in Wien geadelt und führte die Firma weiter, in deren Katalog von 1857 noch eine Kinderdraisine lieferbar war.



Ausflüge des Museumsteams

  • CAMPUS-Fahrradwerke in Forst bei Bruchsal
  • Karlsruhe, Geburtsstadt und Beerdigungsort von Karl Drais
  • Konstantin-Ausstellung in Trier
  • Weihnachtsmarkt in Saarbrücken