Der Förderverein 2000

  • Angelika Avenarius
  • Arnold Avenarius-Herborn
  • Jakob Bugner
  • Rudi Deister
  • Norbert Diehl
  • Hubertus Fetzer
  • Dr. Bernhard Freund
  • Bernhard Gerster
  • Clausfriedrich Hassemer
  • Klaus Hattemer
  • Günter Hemmes
  • Ingrid Lutz
  • Alfons Molitor
  • Dr. Norbert Müller
  • Dr. Heinz-Egon Rösch
  • Detlef Schaubruch
  • Heinz Schaubruch
  • Wolfgang Schneider
  • Werner Schön
  • Albert Weis
  • Martin Wörsdörfer

Vorstand 2001

  • Hermann Lutz, Erster Vorsitzender
  • Werner Schön, Stellv. Vorsitzender
  • Emanuel Rösch, Schatzmeister
  • Norbert Diehl, Schriftführer
  • Arnold Avenarius-Herborn, Beisitzer als Vorsitzender der Carl-Brilmayer-Gesellschaft
  • Albert Weis, Beisitzer als Mitglied des Mainzer Radsportvereins von 1889
  • Prof. Dr. Heinz-Egon Rösch, Museumsleiter
  • Clausfriedrich Hassemer als Stadtbürgermeister geborenes Mitglied
  • Jakob Bugner als Vorsitzender des Radsportverbandes Rheinhessen geborenes Mitglied
  • Norbert Diehl als Vorsitzender des RSV 1898 Gau-Algesheim geborenes Mitglied

Kassenprüfer: Rudi Deister und Hans Joachim Kreuziger

Einweihung am 21.4.2002

Prominente Gäste:

  • Architekt Volker Boos
  • Herbert Brucherseifer, Rektor der Hauptschule
  • Clausfriedrich Hassemer, Stadtbürgermeister
  • Pfarrer Dr. Ludwig Hellriegel
  • Herbert W. Hofmann, Präsident des Sportbundes Rheinhessen und Vizepräsident des Landesportbundes
  • Peter Krawietz, Kulturdezernent der Stadt Mainz
  • Dieter Linck, Verbandsbürgermeister
  • Sylvia Schenk, Präsidentin des Bundes Deutscher Radfahrer
  • Traubenkönigin Sandra I.
  • Zur Geschichte des Fahrradmuseums

Zur Frühgeschichte des Rheinhessischen Fahrradmuseums

Prof. Dr. Heinz-Egon Rösch entwarf in seinem Festvortrag anlässlich des 100. Geburtstags des Radsportvereins 1898 e.V. Gau-Algesheim am 22. März 1998 die Idee eines "Rheinhessischen Fahrrad-Museums im Schloß Ardeck". Er beschloss seinen Vortrag mit zwei Wünschen: „In Rheinland-Pfalz wäre das Rheinhessische Fahrradmuseum in Gau-Algesheim das erste seiner Art, ja das erste Sportmuseum überhaupt. Das Museum dürfte somit den Namen und die vielseitige Kultur von Gau-Algesheim weithin bekannt machen und auch dem Radsportverband Rheinhessen neue Impulse geben. Er wird auch dafür sorgen und mithelfen, dass geeignete Ausstellungsobjekte von anderen rheinhessischen Vereinen zur Verfügung gestellt werden. Ich bin überzeugt, dass der Radsportverein Gau-Algesheim, die anderen Ortsvereine, der Stadtrat, die Kindergärten, die Schulen und die Bevölkerung sich glücklich schätzen dürfen, ein Rheinhessisches Fahrradmuseum in Gau-Algesheim beherbergen zu können. Für den RSV 1898 Gau-Algesheim wäre es ein edles Geschenk und damit auch für die Menschen, die sich mit ihrer Stadt und ihrer Kultur identifizieren.“

Der RSV-Familienausflug des Jahres 1999 führte die Radsportler nach Bad Wimpfen und zum Deutschen Zweirad- und NSU-Museum in Neckarsulm. Die Vorbereitungen des Rheinhessischen Fahrradmuseums erhielten durch den Museumsbesuch weitere Impulse.

Prof. Dr. Rösch und der Förderverein - Motoren beim Aufbau des Museums

Dem Förderverein "Rheinhessisches Fahrradmuseum im Kurmainzer Schloss Ardeck Gau-Algesheim" traten am 21. November 2000 im Rathaus am Marktplatz als Gründer 20 Personen bei: Angelika Avenarius, Arnold Avenarius-Herborn, Bernhard Gerster, Jakob Bugner, Rudi Deister, Norbert Diehl, Hubertus Fetzer, Dr. Bernhard Freund, Clausfriedrich Hassemer, Klaus Hattemer, Günter Hemmes, Ingrid Lutz, Alfons Molitor, Prof. Dr. Norbert Müller, Prof. Dr. Heinz-Egon Rösch, Detlef Schaubruch, Heinz Schaubruch, Wolfgang Schneider, Werner Schön, Martin Wörsdörfer. Die erste Mitgliederversammlung des Fördervereins „Rheinhessisches Fahrrad-Museum“ fand am 21. März 2001 im Rathaus am Marktplatz statt. Der Vorstand setzte sich folgendermaßen zusammen: 1. Vorsitzender Hermann Lutz, stellvertretender Vorsitzender Werner Schön, Schatzmeister Emanuel Rösch, Ingelheim, Schriftführer Norbert Diehl, Beisitzer Arnold Avenarius-Herborn, Vorsitzender der Carl-Brilmayer-Gesellschaft, und Albert Weis, Mitglied im Mainzer Radsportverein 1889, Museumsleiter Prof. Dr. Heinz-Egon Rösch. Als Kassenprüfer wählte die Versammlung Rudi Deister und Hans Joachim Kreuziger, Ingelheim. Geborene Vorstandsmitglieder waren als Stadtbürgermeister Clausfriedrich Hassemer, als Vorsitzender des Radsportverbandes Rheinhessen Jakob Bugner, Klein-Winternheim, und als Vorsitzender des Radsportvereins 1898 e.V. Gau-Algesheim Norbert Diehl.

Schloss Ardeck wird Bürgerschloss - Fahrradmuseum eröffnet

Nach der Einweihung des Schlosses Ardeck durch Staatssekretär Karl Peter Bruch am 16. März wurde am 21. April 2002 das Rheinhessische Fahrradmuseum eröffnet. Sternfahrer von rechts und links des Rheins, aus der Pfalz und aus dem Westerwald und insgesamt über 1.000 Besucher gaben der Einweihungsfeier einen festlichen Rahmen. Bei herrlichem Wetter und in Anwesenheit von Sylvia Schenk, der Präsidentin des Bundes Deutscher Radfahrer, des Präsidenten des Sportbundes Rheinhessen Herbert W. Hofmann, des Kulturdezernenten der Stadt Mainz Peter Krawietz sowie Repräsentanten des kommunalen Lebens genoss das Publikum Sport und Musik, Unterhaltung und Geselligkeit rund um das Museum. Die Wirtschaftskommission des Radsportvereins 1898 e.V. Gau-Algesheim bekam für die Bewirtung der Gäste nur Lob zu hören. Wenige Wochen später, am Internationalen Museumstag (12. Mai 2002), zeigte das Rheinhessische Fahrradmuseum in einer Sonderausstellung Bilder, Dokumente, Pokale und Auszeichnungen aus der Geschichte des drittältesten rheinhessischen Radsportvereins, des RSV 1898 e.V. Gau-Algesheim.

Der neue Schlossplatz - ein Schmuckstück

Am 24. Juli 2004 weihte in einer Feierstunde am Samstagvormittag der Innen- und Sportminister Walter Zuber den Platz vor dem Schloss Ardeck ein. Nach Plänen der Landschaftsarchitektin Andrea Sliwka aus Büttelborn waren die Flächen vor und hinter dem Schloss sowie zu der benachbarten Schloss-Ardeck-Grundschule so gestaltet worden, dass sich dem Blick von der Badstube und der Schlossgasse her eine große Freifläche öffnet, die nur durch ein unterschiedliches Oberflächenniveau und eine Baumgruppe strukturiert wird. Eine Fußgängerrampe zwischen dem Gebäude und dem Spielplatz des städtischen Kindergarten verbindet das Schlossumfeld mit der Appenheimer Straße, an der die Halle des Turnvereins und die Christian-Erbach-Schule liegen. Der Vorsitzende des Radsportvereins 1898 e.V. Norbert Diehl, zugleich Mitglied von Träger- und Förderverein des Fahrradmuseums, sah in dem "Schlossplatz" eine Aufwertung des Ensembles von Schloss Ardeck, Grundschule und Kindergarten und betonte: "Es ist gut so, dass das Rheinhessische Fahrradmuseum im Schloss Ardeck, dem Sitz der kurmainzischen Amtmänner und Amtskeller, seinen Platz gefunden hat. Und es ist gut, dass das Schloss ein solch einladendes Entrée bekommen hat. Der Radsportverein Gau-Algesheim hat von Anfang an ein großes Interesse an der Errichtung eines Rheinhessischen Fahrradmuseums gezeigt, als Prof. Rösch 1997 über Pfarrer Hellriegel mit der Idee eines regionalen Sportmuseums nach Gau-Algesheim kam. Seine Idee zu entfalten, Interesse und Interessenten für das Projekt zu gewinnen, dazu bot sein Festvortrag in der Akademischen Feier anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Radsportvereins Gelegenheit, Nach einigem Zögern und dem Angebot anderer Räume waren auch Bürgermeister Clausfriedrich Hassemer und die Stadt Gau-Algesheim mit im Boot. Ab diesem Zeitpunkt hat es die Stadt Gau-Algesheim an Nichts fehlen lassen, um im Zuge der Umgestaltung des Schlosses die räumlichen Voraussetzungen für das Museum zu schaffen. Stadtbürgermeister Hassemer und den beiden Beigeordneten Ingrid Lutz und Bernhard Trapp sei herzlich für ihr Engagement gedankt. Inzwischen haben gut 4.500 Interessierte das Museum im Schloss besucht. Dank dafür verdient vor allem Prof. Heinz-Egon Rösch, dem beinahe zu raten ist, in Gau-Algesheim ein Zelt aufzuschlagen oder eine Hütte zu bauen. Unverzichtbar für das Museum sind die „Mittwochsgruppe“ und diejenigen Mitglieder, die an den Öffnungstagen im Museum Aufsicht führen und die Besucher mit Hinweisen und Erläuterungen begleiten. In der Mittwochsgruppe haben sich neben Prof. Rösch und dem unermüdlichen Albert Weis vom Radsportverein Mainz Mitglieder des Radsportverein Gau-Algesheim zusammengefunden, die mit handwerklichem Sachverstand, kreativen Ideen und mit Freude an der Arbeit und am geselligen Zusammensein Fahrräder und andere Gegenstände zu ausstellungsfähigen Exponaten aufpolieren. Das Rheinhessische Fahrradmuseum ist fest in der Stadt und in der Region verankert: Dem Trägerverein des Museums gehören die Stadt Gau-Algesheim, der Radsportverband Rheinhessen und der Heimat- und Verkehrsverein Gau-Algesheim an. Dem Förderverein unter dem Vorsitz von Hermann Lutz sind – neben knapp vierzig Einzelpersonen aus Rheinhessen, aber auch aus Darmstadt und dem Westerwald - der Radsportverein Gau-Algesheim, der Rheinhessische Sportbund und die Firma Schön Fahrräder beigetreten. Meine Glückwünsche für den Gau-Algesheimer Schlossplatz lasse ich Kurt Tucholsky ausrichten: Merkwürdig, welchen horror vacui die modernen Stadtväter in allen Ländern haben, sie können keinen leeren Platz sehen. Ein Platz ist aber nur ein Platz, wenn er leer ist – dann erst singt seine Struktur, die beschwingten Linien der angrenzenden Häuser fangen an zu sprechen. „Ich bin ein Platz!“ sagt der Platz. Heute haben sie überall „Anlagen“ daraufgesetzt, und nun schweigen die Plätze und sind gar nicht mehr da. (Peter Panter, Altes Licht, Vossische Zeitung, 16.10.1927).

Bei schönem Wetter wird der Schlossplatz zum Freilichtmuseum.