Meinungen und Berichte von Besuchern/innen zum Rheinhessischen Fahrradmuseum

 

So sieht der Vizepräsident des Radsportverbands von Rheinland-Pfalz, Herr Joachim Friedsam, das Fahrradmuseum.

Rheinhessisches Fahrradmuseum – wo Zweiradgeschichte erlebbar wird!

Klein aber fein, wollte man das Rheinhessische Fahrradmuseum in Gau-Algesheim mit einem Satz charakterisieren, dann treffen diese drei Wort genau den Punkt. Untergebracht ist das Museum im wundervollen Ambiente des Schlosses Ardeck in der Schlossgasse 12, mitten in der Altstadt des malerischen Rheinstädchens Gau-Algesheim westlich der Landeshauptstadt Mainz.
Das Museum präsentiert in fünf Abteilungen:
- Historische Räder, Alltagsräder, Sporträder,
- Kunstobjekte,
- Kinder- und Sonderräder,
- zehn Vitrinen bestückt mit Originaldokumenten, Reprints, Bilder, Trikots,
- ein breit gestreutes Fahrradequipment
- sowie eine Fachbibliothek.
Lückenlos lässt sich hier die Geschichte des Rades nicht nur in Exponaten bestaunen, von der Laufmaschine 1 des Karl von Drais aus dem Jahr 1817, über die bereits mit Pedalen an der Vorderradnabe ausgestattete Michauline, die Mitte des 19. Jahrhunderts erfunden wurde und wenig charmant als „Knochenschüttler“ bezeichnet wurde, weiter über verschiedene Hochräder bis zu den ersten Niederrädern, die mit Luftreifen und Kettenantrieb ausgerüstet den heutigen Rädern im Erscheinungsbild schon recht nahe kamen und letztendlich für den endgültigen Siegeszug des Fahrrades in der Welt sorgten. Wesentlich beigetragen zu diesem Siegeszug hat die Tatsache, dass man mit dem Fahrrad aus eigener Kraft große Entfernungen mit einer Geschwindigkeit zurücklegen konnte, die denen der Pferde oder der Eisenbahn gleich kamen oder sie sogar übertrafen. Das Fahrrad war und blieb bis heute die schnellste mit menschlicher Muskelkraft betriebene Maschine. Deshalb ist es nur konsequent, dass die Sportabteilung des Museums eine Sammlung von Zeitfahrmaschinen der Zeit um die Jahrtausendwende zeigt, unter anderen die auch heute noch futuristisch anmutende Original-Zeitfahrmaschine des französischen Superstars Laurent Jalabert. Aber die Menschen entdeckten das Fahrrad auch als Vehikel, auf dem man die atemberaubendsten Kunststücke vorführen konnte, was als Ursprung des Hallenradsports gilt. Und so sind in der Sportabteilung des Museum auch historische Kunstrad- und Radballmaschinen zu bewundern.
Auf eine Besonderheit dieses Museums weist Museumsleiter Emil Busch hin: „Bei uns können Sie auch schon mal am Rad drehen" denn Anfassen zum Erfassen und zum Begreifen ist nicht nur erlaubt, sondern auch gerne gesehen. Getreu diesem Motto dürfen einige der ca. 85 ausgestellten Exponate aus allen Epochen auch selbst gefahren werden.
So kann man auf ein Hochrad (Sattelhöhe 150 cm) steigen, ein Schwingbike „Cavallo“ von Herkules testen, oder eine Bahnmaschine, eine Radballmaschine, ein Kunstrad oder ein winziges Artistenrad ausprobieren.
Alljährlich wechselnde Sonderausstellungen (die Sonderausstellung 2024 widmet sich dem sogenannten „Bonanza-Rad“, von den im Schloss Ardeck mehrere unterschiedlich ausgestattete Exemplare zu sehen sind) sowie drei Medienbereiche, die über den Radsportverband Rheinhessen (RVR) und die dem RVR angeschlossenen Vereine, als auch mit kurzen Filmen über Radball, Kunstradfahren, BMX-Radsport und die Geschichte des
Fahrrades informieren, runden das Angebot ab.
Öffnungzeiten jeweils ab Ostersonntag bis zum zweiten Wochenende im Oktober, an allen Sonn- u. Feiertagen von 14:00 bis 18:00 Uhr.
Der Eingang und alle Räume des Museums sind ebenerdig. Das Erkunden der Ausstellungsbereiche ist auch für Menschen problemlos möglich die auf einen Rollstuhl und/oder auf andere Bewegungs- bzw. Gehhilfen angewiesen sind. Entsprechende Parkplätze und eine für behinderte Menschen geeignete Toilette sind vorhanden. Der Eintritt ist kostenlos!
Kontaktadressen:
Rheinhessisches Fahrradmuseum Schlossgasse 12, 55435 Gau-Algesheim
Im Internet unter www.fahrradmuseum-rheinhessen.de
Tourist-Information Telefon: 06725-910185 E-Mail:tourismus@vg-gau-algesheim.de
Museumsleitung Emil Busch, Festnetz: 06725-1787, Mobil-Nr.: 0152 0741 4468, E-Mail:
busch.emil@web.de; oder info.fahrradmuseum.g-a(at)web.de

(26.04.2024, Joachim Friedsam)

 

 

Die Klassen 4a, 4b, und 4c der Präsident-Mohr-Schule in Ingelheim zu Gast im Fahrradmuseum

Besucher – Feedback, von Kirsten Hauter, Präsident-Mohr-Schule, Ingelheim

Unsere Radtour zum Rheinhessischen Fahrradmuseum in Gau-Algesheim am 14.10.2022

Nach den langen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie war es endlich wieder möglich, mit den Kindern Schulausflüge zu unternehmen. Eine Radtour zum Fahrradmuseum bot sich besonders an, da die Schüler und Schülerinnen unserer drei vierten Klassen der Präsident-Mohr-Schule gerade die theoretische und praktische Fahrradprüfung abgelegt und den Radfahrführerschein erworben hatten. Dank der engagierten Unterstützung und perfekten Organisation des Fahrradbeauftragten Erich Dahlheimer war es möglich, eine solche Tour mit 55 Kindern und ihren LehrerInnen von der Präsident-Mohr-Schule in Ingelheim aus nach Gau-Algesheim zu unternehmen.

Am letzten Schultag vor den Herbstferien, am Freitag, dem 14. Oktober 2022, trafen wir uns um 8:00 Uhr auf dem Schulhof der Präsident-Mohr-Schule und nahmen Herrn Dahlheimers letzte Anweisungen und Verhaltensregeln entgegen, bevor sich unsere Fahrradkarawane auf den Weg nach Gau-Algesheim machte. Auf der Fahrt konnten die Kinder ihr erworbenes Wissen über das verantwortungsbewusste Verhalten im öffentlichen Straßenverkehr unter Beweis stellen, denn sie mussten an Hindernissen und Baustellen vorbeifahren, die „Rechts-vor-Links“-Vorfahrtsregel anwenden sowie auf Ampeln und andere Verkehrsteilnehmer achten. Wohlbehalten und bester Laune kamen wir alle am Museum an.

Dort wurden wir schon erwartet und sehr herzlich empfangen. Ein großes Dankeschön möchten wir ausdrücklich an die Mitarbeiter Herrn Busch, Herrn Trapp, Herrn Lutz, Herrn Rösch und Herrn Schmitz richten. Ihrer durchdachten Planung und ihrem außerordentlichen Engagement ist es zu verdanken, dass unsere drei Klassen einen abwechslungsreichen Vormittag an drei ‚Stationen‘ im Museum erleben durften. Im Wechsel erhielten die Klassen eine kurzweilige Führung durch das Museum mit vielen interessanten Informationen über die Geschichte des Fahrrads. Sie hatten sogar die Möglichkeit, einige historische Räder auszuprobieren und erfuhren, warum die witzigen Namen ‚Knochenschüttler‘ und ‚Knochenbrecher‘ treffend waren. Außerdem lernten drei Klassen den Schlosskeller kennen. Dort interessierten sich die meisten Kinder vor allem für die Videos über die Geschichte des BMX-Radsports. Darüber hinaus gab es dort Geschicklichkeitsspiele sowie ein motivierendes Preisrätsel mit Gewinnchance zu lösen. Höhepunkt des Programmes war verständlicherweise für alle Kinder die ‚Außenstation‘: das Ausprobieren verschiedener Fahrradtypen im Freien. Ausgelassen flitzten sie mit den historischen Rädern über den Schlossplatz.

Die freundlichen Herren waren mit Herz und Seele voll bei der Sache. Sie erzählten Anekdoten, standen für alle Fragen fachmännisch zur Verfügung und nahmen sich Zeit für die Kinder. Viel zu schnell verging die Zeit! Ein spannender Vormittag ging zu Ende und wir mussten schließlich mit unseren Fahrrädern zurück zur Schule radeln. Wir waren sehr beeindruckt – von Herrn Dahlheimers Engagement und dem Herzblut der ehrenamtlichen Mitarbeiter des Museums. Sowohl die Radtour als auch der Besuch im Museum war für die Kinder ein tolles Erlebnis. Sicher werden einige den Ausflug mit ihren Familien privat wiederholen.

 

Herr Thomas Huppert hat das Museum am 02.07.2022 besucht

Waren im Fahrrad Museum. Wirklich beeindruckend muss man auf jeden Fall mal gesehen haben… so tolle Räder und Eindrücke die mich an meine Kindheit erinnert haben…. Vielen Dank für die super Führung und das leckere Gläschen Wein besten Dank nochmal für Alles

Ein Bericht auf www.bingen-im-web.de - September 2018

Besucher aus dem Binger Land, also aus der Nachbarschaft, sind nach Gau-Algsheim geradelt und haben ihre Eindrücke vom Besuch im Rheinhessischen Fahrradmuseum und in der Stadt in einem reich bebilderten Bericht zusammengefasst. Das Museumsteam übernimmt dieses Lob dankend gerne auf unserer Seite. Herzlichen Dank an Albert Weis, der die Besucher geführt hat.

Hasebikes 29. Mai 2018


AZ-Sommerserie, 17. Juli 2018


Drahtesel-Geschichte zum Anfassen und Begreifen

AZ im Museum

Von Torben Schröder

GAU-ALGESHEIM - Die Sprachbilder sprudeln nur so aus Ernst Emil Busch heraus. Anfassen, um zu erfassen. Greifen, um zu begreifen. „Bei uns dürfen Sie am Rad drehen“, sagt der Leiter des Rheinhessischen Fahrradmuseums in Gau-Algesheim. 80 Exponate aus rund 200 Jahren Zweirad-Geschichte werden präsentiert. Auf manchen dürfen die Besucher aufsitzen, an Schaltungen drücken, Pedale bewegen. Man kann ein Hochrad mit 1,50 Metern Sattelhöhe erklimmen, das skurrile „Cavallo“-Schwingbike testen, Radballmaschine, Kunst- und Artistenrad ausprobieren. „Jedes Rad, das hier steht, hat eine Besonderheit“, erzählt Busch. Beispielsweise das über 100 Jahre alte Wanderer-Rad, das die Mainzer Familie Thierfelder über drei Generationen fuhr. Es gibt Renn-, Herren- und Damenräder aus diversen Jahrzehnten zu sehen, eine motorisierte Vélosolex von 1961 neben einem 25 Jahre alten Elektrofahrrad. Man kann den Ketten- und den weitaus weniger wirksamen Kardanantrieb vergleichen. Ein altes NSU-Rad hat sein Schloss im Steuerknopf, wie es sonst eher bei Motorrädern üblich ist. Neben lauter Rennrädern – etwa ein Modell des Rads, mit dem Francesco Moser 1984 erstmals in einer Stunde die 50-Kilometer-Grenze überschritt, oder die quietschgelbe Zeitfahrmaschine von Weltrekordler Laurent Jalabert – kommt auch das in den 80ern bei der Jugend schwer beliebte BMX-Rad zur Geltung. Und das Bonanzarad aus den 70ern, mit Bananensitzbank, Fuchsschwanz und einer Mittelschaltung, die wie ein Atari-Joystick aussieht. „Zum Fahren das schlimmste Fahrrad, das es jemals gab“, grinst Busch, „aber den Mädels hat es gefallen.“

Das Museum ist in fünf Abteilungen gegliedert. Historische, Alltags-, Sport- sowie Kinder- und Sonderräder werden gezeigt, außerdem gibt es auf den 160 Quadratmetern Ausstellungsfläche Kunst rund ums Fahrrad zu betrachten. Equipment, Doku- und Filmmaterial ergänzen die Ausstellung, es gibt Gemälde und zahlreiche Werbedrucke zu sehen – alles rund ums Fahrrad. Organisiert wird das alles von einem Zwölf-Mann-Team aus ehrenamtlichen Ruheständlern, die die Räder selbst reparieren und in Schuss halten, kassieren und putzen. Und das in prachtvoller Umgebung. Im Erdgeschoss des früheren Kurmainzer Schlosses Ardeck, dem vormaligen Sitz der VG-Verwaltung, ließ die Stadt das Museum mietfrei unterkommen. 1000 bis 1500 Besucher werden pro Jahr gezählt, wobei neben den regulären Öffnungszeiten auch Sonderführungen möglich sind. Mancher Geburtstag beginnt mit einem Sektempfang im Museum, die Macher laden Schulklassen ein oder besuchen sie mit Power-Point-Präsentation und Exponaten. Der Eintritt ist frei, gespendet wird nach eigenem Ermessen – pro Person nach Auskunft der Betreiber rund zwei Euro im Schnitt.

Dafür gibt es eine Menge zu sehen, chronologisch begonnen beim Nachbau einer Laufmaschine aus dem Jahr 1817. Ein Beispiel der ersten Räder mit Pedalantrieb Mitte des 19. Jahrhunderts ist im Original erhalten, bei einem englischen Lucas-Hochrad von 1885 baumelt eine der ersten Fahrradlampen an der Narbe des riesigen Vorderrads – eine in einem Metallbehälter befestigte Kerze. Der über viele Jahre von der Nieder-Olmer Künstlerin Liesel Metten gefahrene Drahtesel ist, künstlerisch verziert, ebenso zu sehen wie ein 150 Jahre altes Kinder-Rad. Auch die regionalen Vereine und Topsportler werden gewürdigt. Und das „Cavallo“, das der Ingenieur Hans Günter Bals vor 40 Jahren im Aktuellen Sportstudio vorstellte. Statt in die Pedale zu treten, muss man sich simultan auf und ab bewegen – ähnlich dem Reiten, woher das „Pferd“ seinen Namen bezieht. Dass das Museum vor 16 Jahren ins Leben gerufen wurde, ist dem Sporthistoriker Heinz-Egon Rösch zu verdanken. „Er hat hier seine Gedanken eingebracht, das Museum entspricht seinen Vorstellungen“, sagt Werner Schön, der Ehrenpräsident des Radsportvereins Gau-Algesheim. Beim 100. Jubiläum des Vereins 1998 hatte der inzwischen 86-jährige Rösch das Konzept eines regionalen Fahrradmuseums erstmals vorgestellt, durchaus auch mit dem Ziel, die Fahrradfreundlichkeit zu steigern. Und Fahrradgeschichte zum Anfassen und Begreifen zu bieten.

weiterlesen und hören ...

Museumsleiter Emil Busch im Gespräch mit dem Domradio Köln (6. August 2016)



Blick in die Region: Das Rheinhessische Fahrradmuseum

Bewegtes Museum

Zwei sachkundige Berichte aus unterschiedlichen Perspektiven

Leslie Reissner: The Rhenish Hesse Bicycle Museum

Leslie Reissner, kanadischer Consul and Senior Trade Commissioner aus Düsseldorf hat sich mit seinem Bericht nach einem Besuch im Rheinhessischen Fahrradmuseum als echter Freund des Fahrrads und des Radfahrens erwiesen.

Bericht im Regional-Magazin des VDI Rheingau vom April 2015

Seit vielen Jahren kooperiert das Rheinhessische Fahrradmuseum mit dem VDI Rheingau und dessen für die Öffentlichkeitsarbeit zuständigen Vorstandsmitglied Prof. Dr. Heinz-Ulrich Vetter. 

Das Fahrradmuseum unterstützt den Experimentiertag für Kinder, den der VDI-Bezirksverein Rheingau in der Stadthalle von Flörsheim am Main veranstaltet, mit technisch interessanten Exponaten, z. B. einem Balancier-Liegerad auf drei Rädern oder einem Kinder-Hochrad. Im Jahre 2015 findet diese Veranstaltung am 11. September statt.

Das ganze Heft (Artikel "Rheinhessisches Fahrradmuseum" S. 13f.)

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